Asynchrone Kommunikation
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Was ist asynchrone Kommunikation?
Eine Art der drahtlosen, teilweise bidirektionalen Kommunikation zwischen Peripheriegeräten und der Systemzentrale. Die asynchrone Kommunikation ist ein Kompromiss zwischen unidirektionaler und vollständig bidirektionaler Kommunikation mit dem Ziel einer langen Batterielebensdauer, einer zuverlässigen Übertragung und einer komfortablen Einrichtung der Peripheriegeräte.
Wie funktioniert asynchrone Kommunikation?
Im Gegensatz zur unidirektionalen Kommunikation:
- Das Signal vom Peripheriegerät wird von der Zentrale bestätigt. Bei einem erfolglosen Versuch wiederholt das Peripheriegerät die Übertragung sofort, wodurch die Zuverlässigkeit der Übertragung erhöht wird.
- Die Antwort der Zentrale ermöglicht gleichzeitig die Übertragung einer neuen Konfiguration an das Peripheriegerät. Dadurch ist eine vollständige Einstellung der asynchronen Peripheriegeräte über F-Link möglich, also auch aus der Ferne. Die Einstellung über DIP-Schalter oder Jumper auf der Leiterplatte, wie sie von unidirektionalen Peripheriegeräten bekannt ist, entfällt.
- Bei asynchronen Peripheriegeräten ist eine Aktualisierung der Firmware über F-Link möglich.
Im Vergleich zur vollständig bidirektionalen (synchronen) Kommunikation:
- Die Kommunikation in Richtung Zentrale < Peripherie erfolgt nur als Antwort auf ein von der Peripherie gesendetes Signal. Die Zentrale kann die Peripherie nicht von sich aus ansprechen und ihr eine neue Konfiguration oder Informationen über den Systemstatus übermitteln. Die Peripherie empfängt also nur kurz, nachdem sie selbst gesendet hat.
- Dadurch kann eine lange Lebensdauer der Batterien gewährleistet werden, wie bei gewöhnlichen unidirektionalen Peripheriegeräten.

Was sind die Nachteile der asynchronen Kommunikation?
- Da die Peripherie nur nach dem eigenen Senden empfängt, kann die Übertragung von Informationen von der Zentrale zur Peripherie länger dauern, in extremen Fällen bis zu 18 Minuten.
- Das Peripheriegerät sendet sofort, immer bei jeder Aktivierung des Detektors, beim Öffnen der Abdeckung, bei einer Störung usw. Jedes Signal vom Peripheriegerät löst gleichzeitig eine Antwort von der Zentrale aus, einschließlich der möglichen Speicherung einer neuen Konfiguration.
- Befindet sich die Peripherie jedoch im Ruhezustand ohne externe Impulse, sendet sie nur alle 18 Minuten eine Kontrollübertragung. Auch im Falle einer Kontrollübertragung antwortet die Zentrale und kann eine neue Konfiguration senden.
- Die asynchrone Kommunikation kann nicht für Peripheriegeräte wie Tastaturen, Sirenen oder Foto-PIR-Detektoren verwendet werden. Diese müssen sofort auf Systemereignisse und Zustände reagieren, die von der Zentrale gesendet werden, wie z. B. Alarm oder Sicherung. Für diese Peripheriegeräte wird die sogenannte synchrone Kommunikation verwendet, die einen „Dialog“ zwischen der Zentrale und den Peripheriegeräten in regelmäßigen kurzen Intervallen führt.
- Die asynchrone Kommunikation wird von den älteren Zentralen JA-100K, JA-101K und JA-106K sowie dem älteren Signalverstärker JA-150R nicht unterstützt.
Welche Peripheriegeräte nutzen die asynchrone Kommunikation?
- Vereinfacht gesagt alle neueren Basisdetektoren aus dem Portfolio JABLOTRON 100+ / Mercury, die keine sofortigen Anweisungen von der Zentrale empfangen müssen. Wir stellen nach und nach alle Produkte, die zuvor unidirektional kommunizierten und die wir schrittweise innovieren, auf asynchrone Kommunikation um.
Bewegungsmelder
Öffnungsmelder
Taster
Wassermelder
Praktische Tipps
- Das Speichern neuer Einstellungen in asynchronen Peripheriegeräten wird von F-Link überwacht. Während des Wartens auf das Signal vom betreffenden Peripheriegerät wird die Schaltfläche „Eingeben“ in den internen Einstellungen rot kursiv hinterlegt. Nach dem Herstellen der Kommunikation und dem Speichern der neuen Einstellungen verschwindet die Hinterlegung.
- Um die Speicherung der Konfiguration zu beschleunigen, genügt es, das Peripheriegerät zu aktivieren oder seine Abdeckung zu öffnen. Das Peripheriegerät sendet die Aktivierung oder Sabotage, und die neuen Einstellungen werden sofort gespeichert.

- Die Firmware-Aktualisierung ist für Peripheriegeräte ein relativ energieintensiver Vorgang, der insbesondere bei Miniaturdetektoren einen erheblichen Teil der Batteriekapazität verbrauchen kann, die ansonsten für den minimalen Betriebsverbrauch des Peripheriegeräts berechnet wird.
- Führen Sie die Aktualisierung nur durch, wenn die Batterie eine Kapazität von mindestens 50 % oder mehr hat.
- Insbesondere bei Detektoren mit einer CR2032-Batterie empfehlen wir, diese nach der Aktualisierung auszutauschen.
- Befinden sich asynchrone Peripheriegeräte im System, weist F-Link vor Beginn der Aktualisierung darauf hin.

- Genau wie beim Speichern neuer Einstellungen muss auch zum Starten der Aktualisierung das Peripheriegerät zunächst ein Signal an die Zentrale senden. Dies kann wiederum durch Aktivieren des Peripheriegeräts oder Öffnen seiner Abdeckung beschleunigt werden.
- Bei der Aktualisierung eines asynchronen Peripheriegeräts weist F-Link auf diesen Umstand hin.












